Spielen mit dem Tier – aus purem Spaß an der Freude!

Bitte, bitte, spiel weiter mit mir!“ bettelt da natürlich ihr Kleiner

Was ist Spielen eigentlich?

Spielen ist Freude!
Natürlich werden im Spiel von Hund und Katze nebenbei auch Fähigkeiten trainiert, die man zum Überleben braucht. Tiere vollführen im Spiel die selben Dinge wie im Kampf, auf der Jagd oder bei der Fortpflanzung. Doch würde kein Welpe auf die Frage, warum er gerne spielt, antworten: „damit ich besser kämpfen kann, wenn ich groß bin“ oder „um später erfolgreich ein Kaninchen fangen zu können“ oder gar „damit ich besser bei den Damen ankomme, um mich fortzupflanzen“. Ob Mensch oder Tier - gespielt wird, um sich zu amüsieren – ohne Ziel und ohne Sinn! Experten sprechen vom „Fehlen des Ernstbezugs“! Spielen aus purem Spaß an der Freude!

Im Spiel geht es hier der Hundemama vom eigenen Nachwuchs an die Kehle.

Und beim Spielen wird übertrieben. Deshalb bekommen es manche Menschen auch mit der Angst zu tun, wenn sie spielende Hunde oder Katzen beobachten. Da wird geschubst, wild gerempelt, sich in den Spielpartner verbissen und laut geknurrt bzw. gefaucht. 

Rollenwechsel

Immer wieder wechseln die Rollen – mal ist der eine der „arme Gejagte“ und der andere der „bedrohliche Jäger“, mal ist es genau umgekehrt. Dabei werden unterschiedlichste Verhaltensweisen zusammenhanglos aneinander gereiht und die Spielenden übertreiben maßlos in ihren Bewegungen und Geräuschen.

Doch die Hundemama behält souverän die Oberhand und ein „Wort“ von ihr beendet das Spiel.

Nichts anderes machen doch auch Menschen-Eltern, die hinter ihrem vor Begeisterung quiekenden Kind herlaufen und drohen „Jetzt fresse ich dich!“. Und dann wird mit weit aufgerissenem Mund in das Öhrchen des kleinen Wesens „gebissen“. Kurz darauf läuft dann das Menschenkind hinter seinen flüchtenden Eltern her und will sie ebenfalls „fressen“. Im Spiel gibt es nicht den Stärkeren und den Schwächeren, nicht den Großen und den Kleinen, denn die Rollen wechseln ja ständig.  So dürfen sich auch die Kleinen unbesiegbar fühlen und die Großen dürfen sich mal klein und schwach geben – genauso ist es auch bei unseren Vierbeinern. Was für uns bei unseren Tieren oft so maßlos aussieht, ist es aber gar nicht, denn es wird niemand beim wilden Spiel verletzt. Um sich gegenseitig zum Spielen aufzufordern und zu bestätigen, dass man nur spielen will, benutzen Hunde den sogenannten „Spielbogen“ - eine Körperhaltung bei der die gestreckten Vorderbeine samt Brustkorb Richtung Boden gedrückt werden, während das Hinterteil in die Höhe gestreckt wird (Vorderkörper-Tiefstellung). Manche Hunde wedeln zusätzlich mit dem Schwanz oder verkünden durch aufforderndes Bellen ihre Spielabsicht. Und auch wir Menschen werden von unserem Hund so zum Spielen eingeladen.


Hunde- und Menschenkinder verstehen noch richtig zu spielen – da ist es auch egal, wer gerade auf wem herumtobt!

Richtig spielen – aber wie?

Es gibt immer wieder Hundebesitzer, die enttäuscht darüber sind, dass ihr Vierbeiner nicht spielt. Gibt es aber wirklich Hunde, die nicht gerne spielen? Eigentlich nicht! Das Problem ist eher, dass nicht alles, was wir Menschen für ein Spiel halten, wirklich eins ist. Überprüfen Sie daher Ihre „spielerischen Aktivitäten“, ob ihnen auch wirklich der Ernstbezug fehlt, ob Sie mit Ihrem Hund auch mal die Rolle tauschen und mit ihm einfach Dinge tun ohne „Sinn und Verstand“? Bällchenwerfen, Dummytraining, Agility und ähnliche Aktivitäten sind unter diesen Voraussetzungen nämlich eigentlich kein Spielen, denn Ball oder Dummy sollen ja zurückgebracht werden, alle Hürden genommen oder beim Dog Dancing perfekt mitgearbeitet bzw. „getanzt“ werden. Natürlich machen diese Aktivitäten Ihrem Hund Freude – aber nicht alles, was Freude macht, ist wirklich Spiel! Laufen Sie deshalb doch mal mit Ihrem Vierbeiner um den geworfenen Ball um die Wette, spielen Sie mit ihm Fangen – so dass mal er, mal Sie Jäger bzw. Gejagter sind. Tollen Sie mit ihm herum, wälzen Sie sich mit ihm auf dem Teppich – je alberner, desto besser! Und aus reinem Spaß an der Freude – ganz ohne Lernziel oder Trainingserfolg.


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