Schweissfüsse beim Hund

Sommer, Sonne, „Hundekäsfüße“ - und was sie als Besitzer dagegen tun können

Gegen „Stinkepfoten“ hilft ein kühlendes Fuß- bzw. Pfotenbad!

Während wir Menschen mit 2 bis 3 Millionen Schweißdrüsen ausgestattet sind, die über den gesamtem Körper verteilten liegen, besitzen Hunde nur ein paar wenige Schweißdrüsen an den Pfotenballen und am Nasenspiegel. Aufgrund unserer vielen Schweißdrüsen können wir Menschen hohe Temperaturen durch die Wärmeabgabe beim Schwitzen regulieren. Hunde hingegen können übermäßige Wärme nur über das typische Hecheln abgeben, d.h. schnelles Einatmen über die Nase und Ausatmen über das geöffnete Maul mit heraushängender Zunge. Dabei erreichen sie Atemfrequenzen von 300 bis 400 Atemzügen pro Minute, d.h. dem 10fachen der physiologischen Atemfrequenz. Falls das Hecheln nicht ausreicht, suchen unsere Vierbeiner kühle Oberflächen, wie zum Beispiel Fliesen oder Steinplatten auf, versuchen zu baden oder befeuchten ihr Fell durch Belecken.

Schwitzen wie wir Menschen können unsere Hunde nur an den Pfotenballen. Und auch wenn diese Schweißdrüsen für die Abkühlung nur eine untergeordnete Rolle spielen, können sie sich in Form von „Käsfüßen“ gewaltig bemerkbar machen. Zum Glück leidet nicht jeder Hund unter stinkenden Schweißfüßen, aber wenn, kann es wie bei uns Menschen äußerst störend werden. Der zum Teil als „pumaartig“bezeichnete Geruch entsteht wie folgt: Die Schweißdrüsen in den Zwischenzehenräumen sondern ein Sekret ab, das vergleichbar mit dem menschlichen Achselschweiß ist. Wird dieses Sekret von Mikroorganismen zersetzt, entstehen kurze, verzweigte Fettsäuremoleküle, die den unangenehmen Fuß- bzw. Pfotengeruch verursachen. Hinzu kommen noch Duftkomponenten aus der Nahrung und individuelle Bestandteile, so dass jeder Schweißgeruch anders ist. Jeder Hund riecht unterschiedlich und vor allem unterschiedlich intensiv.

Für das Tier selbst ist dies absolut nicht schlimm und es leidet auch nicht unter dem Geruch – für Herrchen und Frauchen können solch tierische Käsfüße geruchlich allerdings sehr unangenehm werden.

Tipps zur Vorbeugung

Prinzipiell gilt das Prinzip: Auslöser des Schwitzens vermeiden bzw. zumindest reduzieren!

Das bedeutet:

  • Immer reichlich frisches Wasser zum Trinken zur Verfügung stellen,
  • Hauptspaziergang in den frühen Morgen- bzw. späten Abendstunden machen,
  • auch das Fressen sollte nicht in der Mittagshitze gegeben werden,
  • längere Aufenthalte im heißen Auto, in der prallen Sonne und langes Gehen auf heißem  Asphalt sind zu vermeiden,
  • statt dessen immer für ein schattiges Plätzchen oder kühle Räumlichkeiten sorgen,
  • bewährt haben sich auch Planschbecken zur Kühlung und Reinigung der Pfoten per Fußbad oder die Pfoten einfach zwischendurch mit kaltem Wasser oder zumindest einem nassen Tuch abwaschen, 
  • sinnvoll ist auch, die Haare zwischen den Pfoten kurz zu halten, damit eine gute Belüftung  stattfinden kann und die Gesamtoberfläche, an der sich Schweiß und Bakterien ausbreitet können, reduziert wird – bei langen Haaren oder sehr dichtem Fell kann eine Kurzhaar - Sommerfrisur bei Hitze insgesamt deutlich Erleichterung bringen.

Tabu sind hingegen Deosprays, parfümierte Fußbäder oder Ähnliches – alles eine Zumutung für den empfindlichen Geruchsinn des Hundes! Da Mikroorganismen allerdings „schuld“ an der Geruchsentstehung sind, bringt bei hartnäckigen Fällen das regelmäßige Waschen der Pfoten mit antiseptischen Shampoos sehr viel. Ihr Tierarzt berät Sie hier gerne, welches tiermedizinische Shampoo für Ihren vierbeinigen „Stinkefuß“ das richtige ist!

Sie verlassen jetzt unsere Website

Bitte beachten Sie, dass dieser Link eine Website öffnet, für deren Inhalt die Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH nicht verantwortlich ist und auf die unsere Datenschutzbestimmungen keine Anwendung finden. weiter