Schlafmangel und seine ernsten Folgen

Schlaf ist die beste Erfindung, seit es "müde" gibt!

Genügend Schlaf ist nicht nur wunderbar erholsam, sondern auch Voraussetzung für körperliches und geistiges Wohlbefinden. Hunde, die regelmäßig gut und ausreichend schlafen, sind insgesamt körperlich und geistig leistungsfähiger, werden seltener krank und haben mehr Lebensfreunde!

Bereits ein Schlafdefizit von nur einer Stunde reicht bei uns Menschen aus, um tagsüber schneller einzuschlafen oder Fehler beim Arbeiten zu machen. Besonders komplexe Aufgaben, die Koordination von Signalwahrnehmungen, Denk- und Merksituationen oder das Arbeiten mit erhöhtem Tempo bzw. im vorgegebenen Zeittakt fallen uns sichtbar schwerer. Amerikanische Schlafforscher konnten im Tierexperiment sogar zeigen, dass totaler Schlafentzug tödlich endet. Sie hinderten Ratten am Schlafen: Nach 10 Tagen fraßen die Tiere immer mehr, nahmen gleichzeitig aber stetig ab und konnten ihre Körpertemperatur nicht mehr halten. Darüber hinaus entwickelten die Ratten Tumore und Infektionskrankheiten. Alle Tiere starben nach 3-4 Wochen. Durch den drastischen Schalfentzug waren offenbar der Stoffwechsel entgleist und das Immunsystem zusammengebrochen.


Schlafmangel macht körperlich und seelisch krank 

Chronischer und selbst akuter Schlafmangel greifen erheblich in die körperlichen Regenerationsprozesse und das Verhalten ein. Besonders Störungen in der Tiefschlafphase machen sich schnell bemerkbar. Die Auswirkungen sind dabei für die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes nicht weniger schädlich als für uns Menschen: 

• Der Mangel an Wachstumshormonen (werden nachts im Schlaf in großer Menge ausgeschüttet) bewirkt, dass sich die Körperzellen weniger gut regenerieren können - Alterungsprozesse laufen schneller ab, altersbedingte Erkrankungen treten früher auf.
• Chronischer Schlafmangel kann die Lebenserwartung verkürzen.
• Das Immunsystem wird geschwächt, wodurch die Krankheitsanfälligkeit steigt.
• Die Konzentrationsfähigkeit lässt nach, Lernfähigkeit und Erinnerungsvermögen leiden.
• Hunde mit Schlafmangel reagieren zunehmend nervöser und gereizter, die Aggressionsbereitschaft steigt. Chronischer Schlafmangel kann auch bei unseren Vierbeinern das Risiko für depressives Verhalten erhöhen.

Es geht doch nichts über ein geruhsames Mittagsschläfchen!

Was verhindert einen gesunden Schlaf?
Schlafentzug kann auftreten, wenn Ihr Hund nicht genügend Gelegenheit findet, in Tierschlaf zu fallen. Schlafstörungen können z.B. folgende Ursachen haben:

• Übermäßige Stimulation
• Lärm jeglicher Art
• Ablenkung (z.B. Rüden, die den Duft der läufigen Hündin in der Nase haben)
• Psychischer Stress, Angst (z.B. Umzug, Baby, Scheidung, Tod)
• Schlafapnoe (kann besonders bei Hunderassen mit kurzen Schnauzen – Mops, Bulldoggen - zum Problem werden!)
• Gesundheitliche Probleme

Ja, auch gesundheitliche Probleme können dazu führen, dass nicht die nötige Ruhe gefunden wird, um ungestört tief und fest zu schlafen. Besonders Tiere, die an orthopädischen Beschwerden und altersbedingten Arthrosen leiden, können aufgrund ihrer Schmerzen oft nicht ausreichend entspannen, um in den so wichtigen Tiefschlaf zu fallen.

Chronische Erkrankungen, die dem Hund den Schlaf rauben 

• Degenerationskrankheiten, wie zum Beispiel Arthrose – starke Schmerzen
• Herz-Kreislauf-Erkrankungen - Atemnot
• Allergien - starker Juckreiz
• Lungenprobleme – Hustenreiz, Atemnot
• Dysfunktion der Schilddrüse, v.a.Schilddrüsenüberfunktion - innere Unruhe, hoher Puls und Blutdruck

Wenn der Schmerz den Schlaf raubt - Schlafprobleme bei Arthrosepatienten
Arthrose gehört zu den häufigsten Erkrankungen beim Hund!
Grundsätzlich schläft ein ausgewachsener, gesunder Hund im Normalfall 8-9 Stunden in der Nacht durch. Doch nachts, wenn es ruhig wird, wenn Ablenkung und Zuspruch fehlen, werden Schmerzen von unseren Vierbeinern besonders ungefiltert wahrgenommen. So ist es kein Wunder, dass Arthrosepatienten in der Nacht durch die Schmerzen nicht zur Ruhe kommen, immer wieder Schlafposition und Liegeplatz wechseln, in der Hoffnung, dass es an anderer Stelle besser wird, bis durch das Umherwandern weder Hund noch Herrchen oder Frauchen zum Schlafen kommen. Ein Teufelskreis beginnt!

Bessere Schlafqualität dank moderner NSAID's
NSAID's sind sogenannte nicht-steroidale schmerz- und entzündungshemmende Medikamente, die durch ihre in der Regel gute Verträglichkeit auch zur Langzeitbehandlung bei chronischen Gelenkbeschwerden wie der Arthrose eingesetzt werden können. Aktuelle wissenschaftliche Studien zeigen, dass durch die Gabe des Wirkstoffs Meloxicam, die Schlafqualität von Arthrosepatienten deutlich verbessert werden konnte. Unruhiger Schlaf, nächtliches Umherwandern, häufige Positionswechsel oder gar Lautäußerungen nahmen durch die Therapie deutlich ab und wichen einem entspannteren Schlaf.
Dank Meloxicam können auch Arthrosepatienten wieder ruhig schlafen und den für Lebensqualität und Gesundheit so wichtigen störungsfreien Schlaf genießen.

"Kluge Hunde schlafen, bevor sie hundemüde sind!" (Walter Ludin)

Gute Nacht!

Was wirkt sich positiv auf einen gesunden Schlaf aus? Wie sollte ein „Hundebett“ gestaltet sein? Und was sagt uns die Schlafposition unseres Vierbeiners über seinen Charakter? - Lesen Sie dazu mehr im nächsten Canosan-Tierratgeber!

Sie verlassen jetzt unsere Website

Bitte beachten Sie, dass dieser Link eine Website öffnet, für deren Inhalt die Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH nicht verantwortlich ist und auf die unsere Datenschutzbestimmungen keine Anwendung finden. weiter