saisonale flankenalopezie (Haarausfall) beim Hund

Saisonale Flankenalopezie (Haarausfall) beim Hund
 Boxerhündin Colette braucht sich trotz Rassedisposition um die Flankenalopezie keine Gedanken machen – ihr Fell ist dicht und voll

Hunde mit saisonaler Flankenalopezie fallen durch Haarausfall und haarlose Stellen (Alopezie) im Bereich der seitlichen Brust- und Bauchwand (Flanken) auf. Die Alopezie besteht jedoch nicht permanent, sondern zeigt sich - zumindest zu Beginn der Erkrankung - nur zu bestimmten Jahreszeiten (saisonal). Bei den meisten Hunden beginnt der Haarausfall im Spätherbst, hält den Winter über an und im Frühling beginnen die Haare erneut zu wachsen. Auffallend ist, dass die Haarlosigkeit auf beiden Körperseiten symmetrisch erscheint. Bei manchen Hunden kommt es jedes Jahr wieder zum zyklischen Ausfallen und Nachwachsen der Haare, bei anderen Tieren ist es ein einmaliges Geschehen. Die saisonale Flankenalopezie tritt vor allem bei kurz- und drahthaarigen Hunderassen auf. Rassen wie Boxer, Airdale Terrier, Englische Bulldogge, Dobermann, Schnauzer und Zwergpudel sind besonders häufig betroffen – prinzipiell kann die Erkrankung aber auch bei anderen Rassen auftreten. Lediglich der Cocker Spaniel und der Deutsche Schäferhund scheinen resistent gegen die Flankenalopezie zu sein.

Ursache

Bei der Flankenalopezie kommt es zu einer vorübergehenden Störung der Haarbildung in den Haarfollikeln. Die Ursache hierfür ist bislang allerdings unklar. Die Häufung bei einzelnen Rassen lässt an erbliche Mechanismen denken. Zum andern wird wegen des saisonalen Auftretens ein Zusammenhang mit der Tageslichtlänge vermutet.

Symptome

Bei betroffenen Hunden fallen ganz plötzlich und auf beiden Körperhälften symmetrisch verteilt, die Haare aus. Die Bereiche mit Haarverlust sind zumeist scharf begrenzt und unregelmäßig geformt – man spricht auch von landkartenähnlich. Es besteht kein Juckreiz und außer einer Hyperpigmentation (schwarze Flecken) zeigen sich meist keine Veränderungen. Nachwachsende Haare können eine etwas andere Färbung haben.

Diagnose

Hinweise geben Rasse, Saisonalität der Erkrankung und klinisches Bild. Wichtig ist, andere Erkrankungen, die mit Haarausfall einhergehen, auszuschließen – hierzu zählen vor allem eine Schilddrüsenunterfunktion und das Cushing-Syndrom, eine Überfunktion der Nebennierenrinde. Im Zweifelsfall kann man die Verdachtsdiagnose mit Hilfe einer Hautbiopsie, die histologisch untersucht wird, bestätigen.

Therapie

Eine wirklich sicher wirksame Behandlung gibt es bislang nicht. Meist handelt es sich bei der saisonalen Flankenalopezie aber um ein rein kosmetisches Problem und da die Haare spontan wieder nachwachsen, ist keine Behandlung erforderlich.
Behandlungsversuche mit Melatonin, einem Hormon, das jahreszeitlich unterschiedlich produziert wird, haben in manchen Fällen Erfolg. 

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