Othämatom – „Blutohr“

Hängeohren sind für ein Othämatom leider empfänglicher als Stehohren.

Ursache

Ein stumpfes Trauma oder heftiges Kopfschütteln kann das Platzen eines kleinen Gefäßes am Ohr verursachen. Es entsteht ein Bluterguß, der meistens an der Innenseite der Ohrmuschel zwischen Knorpelschicht und Haut lokalisiert ist.

Symptome

Das betroffene Ohr ist stark verdickt, wie ein prall gefülltes Kissen mit flüssigem Inhalt. Oft halten die Hunde den Kopf schief und versuchen sich vorsichtig zu schütteln, um den „Fremdkörper“ loszuwerden.

Innerhalb von 3 - 4 Wochen kann es zur spontanen Resorption des Blutergusses kommen, allerdings entsteht durch bindegewebige Organisation und narbige Einziehung eine Verformung der Ohrmuschel.
Bildet sich das Othämatom nicht von selbst zurück bzw. ist das Tier durch das dicke Ohr sehr beeinträchtigt, sollte man den Patienten beim Tierarzt vorstellen.

Therapie

Ist der Bluterguß nicht durch ein Trauma entstanden, muss die Ursache des Kopfschüttelns gefunden und entsprechend behandelt werden. Häufigste Gründe sind Ohrentzündungen oder Ohrmilbenbefall. Zum einen kann man, speziell bei kleineren Othämatomen, dann versuchen, den Bluterguß konservativ zu behandeln. Hierzu wird das Othämatom punktiert und die blutige Flüssigkeit entfernt. Leider können größere Blutkoagula durch diese Methode nicht entfernt werden. Anschließend injiziert der Tierarzt in die Wundhöhle ein spezielles Kortisonpräparat, das Entzündungsprozesse stoppen und die Heilung vorantreiben soll. Das „Abdichten“ des verletzten Blutgefäßes und das „Verkleben“ der Wundhöhle wird dadurch ebenfalls unterstützt. Zusätzlich wird ein Ohrverband angelegt oder das Tragen eines Halskragen verordnet, damit das Ohr zur besseren Heilung ruhig gehalten wird. Trotzdem besteht die Gefahr, daß sich die Wundhöhle wieder mit blutiger Flüssigkeit füllt und es zu Rezidiven kommt. Die Punktion kann wiederholt werden.

Sollte sich das Othämatom jedoch immer wieder füllen, ist die chirurgische Behandlung anzuraten. Bei der OP wird der Bluterguß gespalten, ausgeräumt und Haut und Knorpelschicht durch eine spezielle Nahttechnik so fixiert, daß keine störende Wundflüssigkeit mehr dazwischen laufen kann. Die Heilung ist dadurch gewährleistet. Durch die Vernarbung des Othämatoms bleibt jedoch meist eine Verformung der Ohrmuschel zurück.

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