Sich verstecken und Verstecken spielen – eine Leidenschaft von Katzen

 Sich verstecken – typisch Katze?

Sich zurückzuziehen ist ein ganz natürliches Verhalten der Katze. In der Regel wird dabei einer potentiellen Gefahr aus dem Weg gegangen. In Stresssituationen geht die Katze mit Vorliebe auf Tauchstation und bleibt dort, bis die Gefahr vorüber ist bzw. sie sich wieder beruhigt hat. Dieses Verhalten ist nicht nur wilden Katzen eigen, auch unsere Hauskatzen reagieren auf Bedrohung normalerweise mit Rückzug.
Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die Möglichkeit des Rückzugs – und sei es nur in eine Kiste – ganz wichtig für die Gesundheit unserer Stubentiger ist. Tiere mit Rückzugsmöglichkeit sind wesentlich entspannter, können sich viel besser und schneller neuen Situationen anpassen, gehen selbstbewusster auf uns Menschen oder Artgenossen zu. So wirkt sich die Möglichkeit sich zurückzuziehen positiv auf die Gesundheit aus, denn Stress schwächt das Immunsystem und macht anfälliger für Infektionskrankheiten.
Hinzu kommt, dass Katzen sogenannte Ansichtsjäger sind, die ihre Beute aus Verstecken heraus belauern, um dann blitzschnell und gekonnt zuschlagen zu können .
Kein Wunder also, dass unsere Stubentiger nichts mehr lieben als wirklich gute Verstecke!
Bei der Wahl des perfekten Verstecks spielen Alter, Rasse oder Geschlecht meist keine Rolle. Was der Jungspund mit Temperament und Gelenkigkeit erreicht, gleicht der alte Hase mit Erfahrung und Routine aus - auch wenn akrobatische Höchstleistung im Alter natürlich nachlassen kann. Und wo der gemütliche Rassekater auf gut durchdachte Bequemlichkeit setzt, wird die quirlige Variante mit einzigartiger Raffinesse überraschen.

Die besten Katzenverstecke 

Durch instinktives Verhalten finden Katzen immer die besten Verstecke. Verstecke, an denen wir Menschen schier verzweifeln, haben wir doch immer wieder das Gefühl, die Katze habe sich in Luft aufgelöst. Wer kennt es nicht, dass man bereits die ganze Wohnung auf den Kopf gestellt hat, in seiner Verzweiflung schon die Nachbarschaft zur Mitsuche animierte...nichts! Auch noch so liebevolles Rufen, Locken und Anflehen zeigt da keine Wirkung. Und dann sitzt der Verschwundene ganz plötzlich sich putzend mitten im Wohnzimmer als sei er nie weg gewesen – und die Frage bleibt offen, wohin er verschwunden war. Trotz intensiver Suche und gründlichster Recherche finden wir so manches Katzenversteck nur zufällig, weil dort zurückgelassene Katzenhaare den Stubentiger verraten. Ganz beliebte Katzenverstecke sind z.B. die Waschmaschine oder der Trockner, offene Schubladen, Schränke, der Bettkasten, Kinder- oder auch Puppenwagen, Regalwände, Gießkanne – der Katzenfantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Aber wer hätte auch an das Innere der zusammengeklappten Schafcouch gedacht?! Oder dass die Katze selbst unter der ordentlich arrangierten Bettdecke Platz findet? So manche Anbauwand wurde auf der Suche nach „Mr. oder Mrs. Unsichtbar“ bereits abgebaut. Katzen sind Meister im sich-unsichtbar-Machen und vielleicht haben sie auch großen Spaß daran, uns an der Nase herumzuführen.

 Katzen lieben Verstecken zu spielen

Unsere Samtpfoten lieben es aber nicht nur, sich unsichtbar zurückzuziehen, nein, sie lieben auch das Versteckspielen mit ihrem Menschen. Mit speziellen Ritualen, wie z.B. einem bestimmten Maunzen, wird das Spiel eingefordert. Und dann heißt es im Wechsel sich zu verstecken und zu suchen. Welche Glückseligkeit wird Ihr Stubentiger zeigen, wenn er Sie erfolgreich aufgefunden hat. Und wie stolz wird er auf sein todsicheres Versteck sein, auch wenn dabei mindestens sein Schwanz herausragt.

Kann ich einer Katze ihr Lieblingsversteck abgewöhnen?

Jeder Katzenbesitzer wird jetzt erst einmal grinsen, denn was gibt es stureres als eine Katze, die auf ihrem Lieblingsplatz besteht?! Und seien Sie sicher: wenn Sie ihr den Zugang zu dem einen Ort radikal verriegeln, wird sie ein noch eigenwilligeres Versteck finden. Ratsamer ist es da sicherlich, dem Vierbeiner nichts zu verbieten, sondern ihm besser eine unwiderstehliche Alternative anzubieten. Und da Katzen zudem unberechenbar sind, wird Ihnen ohnehin nichts anderes übrig bleiben, als Gefahren vorausschauend zu vermeiden. D.h. Wäschekontrolle, bevor Waschmaschine oder Trockner gestartet werden, Schrankkontrolle, bevor Türen oder Schubladen fest verschlossen werden, und Kissenkontrolle, bevor man sich mit Elan auf Bett oder Sofa wirft.

Wie locke ich die Katze aus ihrem Versteck?

Ist es nicht unfair, dass „Mr. Unsichtbar“ zwar bei dem leisesten Geräusch von uns sein geheimes Versteck verlässt, weil er sein Lieblingsfutter möchte oder spielen will, uns aber stundenlang rufen, betteln und rascheln lässt, wenn ihm gerade nicht nach unserer Gesellschaft ist. Da hat man selbst mit dem Schütteln der Leckerlidose oft wenig Chancen. Aber wir wären keine begeisterten Katzenfans, hätten wir nicht auch ein paar Tricks auf Lager: so kommt z.B. mit der Katzenstimmen-App auf dem Handy in der Regel selbst die unsichtbarste Katze aus dem hintersten Versteck. Für besonders schwere Fälle eignet sich die App mit Katzenbabystimmen. Und für die passionierten Jäger unter unseren Schlingeln kann die Vogelstimmen-App wahre Wunder vollbringen.

Katzen und Kartons – ein Traumpaar, das zusammengehört

Beobachtet man die Begeisterung unserer Stubentiger beim Anblick eines Kartons, so ist jedem klar, hier handelt es sich eindeutig um weit mehr als nur eine Rückzugsmöglichkeit bzw. ein gutes Versteck. Katzen werden von Kartons magisch angezogen, sie sind einfach verrückt nach ihnen.
Die Größe des Kartons ist dabei Nebensache – ganz gleich, ob groß oder klein, selbst die größte Katze quetscht sich mit Wonne in den kleinsten Karton. Hier heißt es einfach: was nicht passt, wird passend gemacht. Dabei ist es auch völlig unerheblich, ob man an allen Seiten überquillt. Die Kisten aus Pappe bieten einfach eine besondere Geborgenheit. Katzen genießen den Komfort und die Sicherheit von kleinen, begrenzten Räumen. Sie empfinden Kartons als Höhle und Schlupfwinkel, wo man sich für ein gemütliches Schläfchen zurückziehen kann, wo man vor Feinden und Angriffen sicher geschützt ist, woraus man die Umwelt aber bestens beobachten kann. Stress und Angst fallen ganz schnell ab. Im Glauben unsichtbar zu sein, aber bestens agieren zu können, fühlen sich unsere Samtpfoten wie 007.
Egal ob als Höhle, Schlafstelle oder Abenteuerspielplatz – Kartons wirken auf unsere Stubentiger einfach unwiderstehlich. Sie lieben es, ihre Krallen in das Material zu schlagen oder auch nur vorsichtig daran zu kratzen. Es macht ihnen Spaß, ein Stück davon abzureißen und dieses danach wie wild durch die Wohnung zu jagen.
Hinzu kommt, dass Kartons unseren Vierbeinern das absolute Wohlfühlklima bieten: Laut einer wissenschaftlichen Studie liegt die sogenannte thermoneutrale Zone von Katzen bei 30 – 36 °C. D.h. bei dieser Wohlfühltemperatur müssen sie keine zusätzliche Energie aufbringen, um ihre Körpertemperatur zu halten. Wir Menschen leben allerdings in der Regel in weitaus kühleren Räumen. Ein Karton ist hier die perfekte Lösung, denn er isoliert, speichert die Körperwärme und strahlt sie zurück. So ist es in ihm schnell warm und gemütlich.
Nicht zu vergessen die große Neugier unserer Stubentiger – alles Neue muss natürlich sofort ausgiebig belagert und erkundet werden. Wer weiß, wo diese Pappschachtel schon überall war und was darin transportiert wurde – all dies gilt es herauszufinden.
Und wie praktisch: wenn der Katze ein Karton mal langweilig geworden ist und kein Interesse mehr an ihm besteht, so kann man ihn einfach entsorgen – denn das nächste Abenteuer in Form einer neuen, aufregenden Pappbox kommt ganz bestimmt schon bald wieder ins Haus.


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