gesichtspheromone - die "wohlfühldroge" für die Katze

Sicherlich haben Sie als Katzenbesitzer schon einmal beobachtet, wie Ihre Katze ihr Köpfchen wohlig an Gegenständen in der Wohnung oder an Ihren Beinen und Händen reibt. Bei diesem „Köpfchengeben“ markiert die Katze mit sogenannten Gesichtspheromonen, die aus ihren Backendrüsen abgesondert werden, Gegenstände und Personen, die sie mag, und zeigt gleichzeitig, dass sie sich in dieser Umgebung wohlfühlt und zu Hause ist – „Wohlfühl-Pheromone“.

Pheromone sind Botenstoffe, die zum einen der Kommunikation zwischen Katzen dienen und dem Tier zum andern helfen, sein Revier abzustecken. Nimmt die Katze den Duft der Botenstoffe später wieder wahr, vermittelt er ihr ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit. Für die menschliche Nase sind diese Duftboten nicht wahrzunehmen.

Gesichtspheromone spielen auch beim Sozialkontakt eine wichtige Rolle – so markieren sich Katzen, die sich mögen, gegenseitig mit diesen „Sozial-Pheromonen“ und machen sich so miteinander vertraut. Der Austausch der Pheromone erfolgt durch Köpfchenreiben, gegenseitige Fellpflege und Schmusen.

Als stark territoriale Tiere reagieren Katzen in fremder Umgebung meist ängstlich und unsicher oder aggressiv. Durch Störung der engen Bindung zum eigenen Revier kommt es zum Verlust der vertrauten Gesichtspheromonmarken, was in den Tieren das veränderte Verhalten auslöst. In dieser Situation beginnen Katzen häufig das neue Revier mit übelriechenden Urinpheromonen zu markieren. Tritt dieses Harnmarkieren in gewohnter Umgebung auf, ist es meist Ausdruck eines Protests der Katze gegen irgendeine Veränderung in ihrem persönlichen Umfeld.

Gesichtspheromone – die „Wohlfühldroge“ für die Katze
Zwei, die sich mögen – da kann man davon ausgehen, dass Tiger seine zweibeinige Freundin ordentlich mit Gesichtspheromonen „markiert“ hat.

Gesichtspheromone wirken emotional stabilisierend und geben den Tieren ein Gefühl der Geborgenheit. Diesen Effekt macht man sich in der Tiermedizin zu Nutze. Es sind verschiedene Fraktionen dieser Gesichtspheromone bekannt, von denen zwei (F3-Fraktion = „Wohlfühl-Pheromon“ und F4-Fraktion = „Sozial-Pheromon“) mittlerweile synthetisch hergestellt werden können. In Form von Sprays und Zerstäubern für die Steckdose finden sie ihren Einsatz.

Die „Wohlfühl-Pheromone“ benutzt man, um der Katze das Eingewöhnen in fremder Umgebung zu erleichtern. Mit dem Spray werden einzelne Gegenstände besprüht (Transportbox, tierärztlicher Behandlungstisch, Gegenstände in der neuen Wohnung oder der Tierpension) oder mit dem Zerstäuber ganze Räume behandelt, um das verunsicherte Tier emotional zu stabilisieren. Außerdem werden die Präparate zur Prophylaxe und Therapie des Harnmarkierens eingesetzt.

Die „Sozial-Pheromone“ erleichtern dagegen den Sozialkontakt. Sprüht man das Spray auf für die Katze fremde Hände oder Tiere, gestaltet sich ein Kontakt weitaus stressfreier. So kann z.B. eine schnellere Gewöhnung an einen neuen Besitzer erfolgen, der Tierarztbesuch wird angenehmer, die Gewöhnung an ein neues, vierbeiniges Familienmitglied, egal ob Hund oder Katze, gestaltet sich einfacher und auch der Katzenbesitzer selbst kann in bestimmten Situationen (z.B. Fellpflege) problemloser mit seinem Tier umgehen.

Ihr Tierarzt berät Sie gerne, wenn Sie entsprechende Probleme mit Ihrer Katze haben.

Sie verlassen jetzt unsere Website

Bitte beachten Sie, dass dieser Link eine Website öffnet, für deren Inhalt die Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH nicht verantwortlich ist und auf die unsere Datenschutzbestimmungen keine Anwendung finden. weiter