Arthrose des Hundes

Teil 4: das kranke Gelenk

Für Knorpelschäden und die daraus resultierenden akuten Gelenkentzündungen (Arthritis) und chronischen Gelenkschäden (Arthrosen) gibt es viele Ursachen wie z. B.

  • Genetische Ursachen - zu langsame Knorpelbildung bei schnellwüchsigen, großen Hunderassen
  • Fehlernährung im Welpenalter – unharmonische Wachstumkurve durch Nährstoffüber- oder –unterversorgung
  • Abnutzungserscheinungen im Alter - unzureichende Ernährung des Knorpels durch die Synovialflüssigkeit
  • Abnutzung durch eine erhöhte oder Fehlbelastung aufgrund von z. B.
    Traumata, Übergewicht, Anatomische Besonderheiten, Gelenksimmobilisierung (z. B. Verband über 3 Wochen)

Im gesunden Gelenk ist der knorpelabbauende und knorpelaufbauende Prozess ausgeglichen. Durch die eben genannten Störfaktoren kommt es zu Knorpelschäden aufgrund einer verstärkten Aktivierung der Knorpelzellen (Chondrozyten). Die Proteasen (Aufbau- und Abbau-Enzym) nehmen zu und zerstören die Proteine der Knorpelmatrix. Durch eine Kette unabhängiger und miteinander verknüpfter Reaktionen kommt es zur Erschöpfung der Knorpelzellen und deren Absterben. Collagen und Protoglykane (Bausteine der Knorpelmatrix) nehmen immer stärker ab. Es entsteht ein Ungleichgewicht zugunsten der Abbauprozesse.

Die Folge ist die Ausbildung eines festen, unelastischen Narbengewebes, welches mit einem Elastizitätsverlust des Knorpels einhergeht. Durch den Abbau des Knorpels entstehen auch Spalten in der Knorpelmasse, die zur Freisetzung von Knorpelfragmenten im Gelenk führen können (Arthroseprozess). Es kommt zur Entzündung. Diese Entzündung wirkt wiederum direkt aktivierend auf die Knorpelzellen und löst außerdem eine Aktivierung der Synoviozyten und damit wiederum eine Synthese von Proteasen aus. Durch die Aktivierung der Synoviozyten werden Entzündungsmediatoren (Cytokine IL1B, TNFa) produziert, die aktivierend auf die Knorpelzellen wirken.

Der Kreislauf der Knorpelschädigung beginnt von vorne!

Teil 5: "Erkennen von Gelenkproblemen"

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