Arthrose des Hundes

Teil 3: Das gesunde Gelenk

Die Gelenkflüssigkeit ist eine klare, farblose Flüssigkeit mit einer ausgesprochenen zähflüssigen Konsistenz. Sie besteht aus Bestandteilen des Blutes und Aminozuckern (Glykosaminoglykane, GAG), man bezeichnet sie auch als "Gelenkschmiere". Die Bildung dieser Gelenkschmiere ist von der Zusammensetzung des Blutes abhängig. Nur wenn genügend Nährstoffe über das Blut angeliefert werden, kann die Gelenkschmiere in ausreichender Menge produziert werden. Die GAG sind hierbei für die Zähflüssigkeit der Gelenkflüssigkeit verantwortlich. Mangelt es an diesen Bausteinen, wird der Schleim zu dünnflüssig, so dass die Gelenke direkt aufeinander reiben und jede Bewegung mit Schmerzen verbunden ist. Außerdem passt sich diese natürliche Schmierung dem jeweiligen Bedarf an. Je höher die Belastung, desto mehr Schmiere wird gebildet!

Der Gelenkknorpel (hyaliner Knorpel) hat eine besonders wichtige Aufgabe, denn er besitzt eine enorme Pufferwirkung ("Stoßdämpfer") und ist somit für die Stoß- und Druckfestigkeit des Gelenks und die Druckdämpfung jeder Bewegung zuständig. Ohne diese Stoßdämpfung wäre ein geschmeidiges Bewegen, geschweige denn ein Belasten der Gelenke gar nicht möglich. Der reife Knorpel enthält 75 % Wasser. Diese Fähigkeit, Wasser zu binden verleiht dem Knorpel eine innere Spannung, die Grundlage seiner mechanischen und elastischen Eigenschaft ist – Kompressionsfähigkeit, Elastizität und Verformbarkeit.

Seine Ernährung erfolgt durch benachbarte Gewebe durch Diffusion, in der Tiefe durch den Knochen, an der Gelenkfläche durch die Gelenkschmiere.

Der Gelenkknorpel wird von sogenannten Knorpelzellen (Chondrozyten) gebildet, die regelrecht als "Knorpelfabriken" bezeichnet werden können, da sie zeitlebens damit beschäftigt sind, die Knorpelsubstanz immer wieder zu erneuern und damit zu einem problemlosen Arbeiten der Gelenke beizutragen. Knorpelzellen können sich nicht regenerieren, d. h. wenn die Zelle zerstört wird, wird sie nicht durch eine gesunde Zelle ersetzt. 

Die Bestandteile des Gelenkknorpels sind Natrium-Hyaluronat, Kollagenfasern und die Intrazellularsubstanz = Proteoglykane. Die Proteoglykane bestehen wiederum aus einem Kernprotein, an das verschiedene GAG-Seitenketten (Chondroitin- und Keratansulfat) gebunden sind. Diese besitzten hydrophile Eigenschaften und sorgen damit für die Fähigkeit, Wasser im Knorpel zu binden. Damit gewährleisten sie die Festigkeit und Elastizität des Knorpels.


Teil 4:  "Das kranke Gelenk"

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