als tierhalter haftet man fast immer!

Jeder, der solch einem süßen Welpen ein Zuhause gibt, sollte von Anfang an an den Abschluss einer Tierhaftpflichtversicherung denken – Sicherheit geht vor!

Fast jeder zweite deutsche Haushalt beherbergt heutzutage ein Tier. Doch nicht jedem Tierfreund ist klar, was das Halten eines Tieres auch rechtlich bedeutet. So ist für Schäden, die durch das typische Verhalten eines Tiers entstehen, laut Bürgerlichem Gesetzbuch der Tierhalter haftbar zu machen. Das kann z.B. der Hund sein, der einen Spaziergänger anspringt und ihm die Kleidung einsaut oder beschädigt, ein Pferd, das erschrickt, durchgeht und dabei ein Auto beschädigt oder etwa ein Hund, der einen Artgenossen beißt.

Wie das Oberlandesgericht (OLG) Celle jetzt aber entschied, haftet der Tierbesitzer auch dann, wenn er gar keine Möglichkeit hat, Einfluss auf sein Tier zu nehmen, weil es sich in der Obhut einer anderen Person befindet: In dem verhandelten Fall hatte eine Frau ihren Schäferhund in eine Kleintierklinik gebracht, wo er für die Behandlung eine Narkose bekam. In der Aufwachphase biss der Hund den behandelnden Tierarzt in die Hand und verletzte ihn schwer. Der Tierarzt verlangte daraufhin von der Halterin Schadensersatz und Schmerzensgeld. Die Tierhalterin war jedoch der Auffassung, für die Schäden nicht haften zu müssen, da ihr Hund ja gar nicht unter ihrem Einfluss stand und sie sich daher nicht verantwortlich fühlte. Aus ihrer Sicht habe nur der Tierarzt Einfluss nehmen können und sich darüber hinaus aufgrund seines Berufs auch bewusst dem Risiko eines möglichen Angriffs ausgesetzt. Dies sah das Gericht allerdings nicht ganz so, so dass die Klage des Tierarztes teilweise erfolgreich war. Nach Meinung der Richter besteht die Tierhalterhaftung unabhängig von der Möglichkeit der Einflussnahme auf das Tier. Die Haftung könne jedoch beschränkt werden, so die Richter, wenn der Geschädigte seine Verletzung durch inadäquates Verhalten mitverursacht habe. Der betroffene Tierarzt hätte, so die richterliche Begründung, besondere Vorsicht an den Tag legen müssen, weil bekannt ist, dass Hunde während des Aufwachens aus der Narkose aggressiv reagieren können. So bekam er nur einen Teil seiner Schäden ersetzt (OLG Celle, Az.: 20 U 38/11).

Dieser Fall zeigt aber deutlich, wie wichtig eine Tierhaftpflichtversicherung für jeden Tierbesitzer ist. Denn allein durch das Halten eines Tieres ist man automatisch für eventuell entstehende Schäden, die dieses Tier verursacht, verantwortlich. Dabei ist es egal, ob man als Tierbesitzer dabei ist, wenn es zur Schädigung kommt oder nicht.

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