Abnehmtipps für Hunde 

TIERE MIT IDEALGEWICHT ZEIGEN TAILLE

Bewegungsapparat Hund Abnehmtipps
Mit Winterspeck haben die beiden zum Glück keine Probleme.

Über 40 % aller Hunde leiden heute an Übergewicht! Dabei gilt, ob alt oder jung, ob groß oder klein, ob Rassehund oder Mischling: Übergewicht schadet der Gesundheit! Ganz klar kann auch gesagt werden, daß überflüssige Pfunde die durchschnittliche Lebenserwartung verringern! Und natürlich leidet auch die Lebensqualität! Ein verantwortungsbewußter Hundehalter überprüft daher regelmäßig den Ernährungszustand seines Tieres. Als Faustregel gilt: Ein langhaariges Tier ist zu dick, wenn man beim Streicheln über seinen Brustkorb die Rippen nicht mehr fühlen kann – bei kurzhaarigen Vertretern sollten die Rippen mit bloßem Auge sogar schwach zu erkennen sein! Außerdem sollte die Taille hinter den Rippen von oben betrachtet gut sichtbar sein. Bei der Betrachtung des Vierbeiners von der Seite, verläuft die Bauchlinie im Idealfall vom Brustkorb zum Becken hin aufsteigend.
Wenn sie sich unsicher sind, fragen sie ihren Tierarzt nach dem Idealgewicht für ihr Tier.
Auch das regelmäßige Wiegen Ihres Tieres ist sinnvoll, um schleichender Gewichtszunahme vorzubeugen.

Anpassung der Fütterung

Vorsorge durch bewußte Fütterung und viel Bewegung ist die beste Übergewichtsprophylaxe. Sollte ihr Hund aber schon ein paar Kilos zuviel haben, lautet die Devise: Abnehmen, und zwar langfristig und in gesundem Maße. Denn Radikalkuren schaden der Gesundheit und versprechen genau wie beim Menschen wenig Erfolg. Oft reicht es schon bewußter zu füttern, das Futter abzumessen, konsequent die Leckerchen mitzurechnen.
Grundsätzlich ist gegen das Füttern von Snacks nichts einzuwenden. Zur Erziehung und Belohnung oder zur Zahnpflege (spezielle Kauknochen oder –strips) sind sie sogar sinnvoll. Wichtig ist nur, daß der Kaloriengehalt solcher „Extra-Bissen“ im Rahmen der Tagesration berücksichtigt und nicht noch zusätzlich gefüttert wird. Zumal die Extras nicht umsonst Leckerchen heißen, denn alles, was besonders lecker ist, hat auch besonders viele Kalorien. Wir müssen die Tafel Schokolade, die Schachtel Pralinen, die Stücke Sahnetorte oder die Tüte Chips ja auch irgendwo einsparen, wollen wir rank und schlank bleiben. Bei übergewichtigen Vierbeinern sollte man auf Leckerlis zurückgreifen die kalorienarm sind - z.B. Büffelhautknochen, Rinderohren, Kopfhaut u.ä. oder Vegetarisches wie Äpfel, Bananen, Karotten usw., und es gibt auch Futtermittelhersteller, die Snacks im Rahmen eines Diätplan anbieten, kalorienreduziert, aber trotzdem schmackhaft, und oft zusätzlich noch mit Vitaminen angereichert.

Diätfütterung

Zusätzlich auf ein kalorienreduziertes Futter zu wechseln macht es häufig leichter, weil „der arme Schatz“ dann etwas mehr in den Napf bekommen kann. In besonders hartnäckigen oder extremen Fällen hilft oft nur das Tier unter tierärztlicher Anleitung auf eine gezielte Diät zu setzen. Ihr Tierarzt berät sie gern über die Möglichkeiten in ihrem speziellen Fall, über die in Frage kommenden Futtersorten und erstellt ihnen einen Ernährungsplan. Die Ernährungswissenschaft ist heute zum Glück so weit, wirklich gute und effektive Reduktionsdiäten zu entwickeln. So sollten solche Diäten einen niedrigen Fettgehalt und einen hohen Gehalt verdaulicher Proteine besitzen. Proteine liefern dem Körper pro Gramm weniger Energie als Fette und Kohlenhydrate. Zusätzlich sorgen Proteine dafür, dass überwiegend Körperfett reduziert wird,während die Muskelmasse erhalten bleibt. Durch den hohen Proteingehalt und die Zugabe von Ballaststoffen wird das Sättigungsgefühl gefördert. Ihr Hund braucht also während der Diät keinen Hunger zu leiden. Außerdem sind Nährstoff-, Vitamin- und Mineralstoffgehalt den Umständen angepaßt und ausgewogen, so daß es nicht zu Mangelzuständen kommen kann.

Ganz wichtig ist die langsame Gewichtsreduktion – so ist bei einer ausgeglichenen gesunden Diät und sportlicher Betätigung mit einem Gewichtsverlust von 1 - 1,5 % der Körpermasse Ihres Tieres pro Woche zu rechnen. Das hört sich zwar wenig an, sind im Monat aber bei einem 10 kg schweren Hund 400 - 800 g und bei einem 30 kg Patienten schon 1,2 - 1,8 kg. Je nach Ausmaß des Übergewichts kann ein gesunder Abnehmprozeß Monate dauern.

Anpassung der Fütterungsgewohnheiten

  • Wiegen Sie das Futter konsequent ab oder benutzen Sie einen Meßbecher.
  • Verteilen Sie die Tagesration auf mehrere kleinere Portionen, um Hungergefühlen und Betteln vorzubeugen.
  • Bei mehreren Tieren im Haushalt füttern Sie übergewichtige Tiere getrennt oder unter Aufsicht, damit diese kein Futter stehlen können.
  • Verhindern Sie unbedingt die Fütterung vom Tisch oder zusätzliche Snacks. 
  • Wenn Leckerchen nicht vermeidbar sind, bitte auf kalorienreduzierte oder ohnehin auf kalorienarme Produkte umstellen. Der Kaloriengehalt der Leckerchen muß von der Tagesration Futter abgezogen werden.
  • Bleiben sie hart beim bettelnden Blick ihres Vierbeiners und sie werden sehen, er wird es ihnen schon bald mit Agilität und Tatendrang, mit Gesundheit und Lebensfreude danken!

Sport und Fitness

Eine Nahrungsumstellung allein wird noch nicht den gewünschten Erfolg bringen – ausreichend Bewegung und entsprechendes Training Ihres Tieres sind ergänzend das A und O. Der Trainingsplan muß natürlich auf Alter und Gesundheitszustand des Tieres angepaßt sein und nach Absprache mit Ihrem Tierarzt erfolgen.

  • Wichtig ist eine gleichmäßige Bewegung über einen längeren Zeitraum! Erhöhen Sie das Tempo beim Spaziergang oder gehen Sie mit Ihrem Hund Joggen oder machen Sie mit ihm Fahrradtouren. Steigern Sie Tempo und Streckenlänge langsam und konstant – ein flotter Trab ist als Tempo ideal.
  • Hunde, die Wasser lieben, können sich beim Schwimmen sportlich betätigen, den gesamten Körper trainieren und dabei sogar die Gelenke schonen.
  • Das Apportieren von Bällen, Fangen von Hunde-Frisbee-Scheiben oder ähnliches Spielzeug ist immer ein großer Spaß für Hunde (und Tierhalter!) – und motiviert in der Regel selbst eingefleischte Bewegungsmuffel.

Denken sie auch immer daran: Futter ist kein Ersatz für Streicheleinheiten! Wer seinem vierbeinigen Freund etwas Gutes tun will, sollte lieber die Ration an Zuneigung und gemeinsamen Unternehmungen erhöhen. Ihr Vierbeiner wird mit mehr Lebensfreude, Agilität und Tatendrang Spaß am Leben haben!

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