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Eine weitere gefährliche Erkrankung ist die Leptospirose. Sie ist auch unter dem Namen Stuttgarter Hundeseuche oder Weil'sche Krankheit bekannt. Die Erreger dieser Krankheit gehören zu den Bakterien und können nicht nur für den Hund, sondern auch für den Menschen, v. a. für Kinder, gefährlich werden (Zoonose!).
Die Leptospiren gehören zu der Familie der Schraubenbakterien und sind weltweit verbreitet. Die Gattung Leptospira wird in zwei Arten unterteilt, wobei L. biflexa den Wasserbewohner und L. interrogans den Landbewohner repräsentiert. Im Allgemeinen werden alle Warmblüter befallen. Im Wasser können Leptospiren wochenlang überleben. Die Bakterien setzen sich in den Nieren fest und werden über den Urin ausgeschieden. Die Infektion erfolgt daher häufig über mit Nager-, Rinder- oder Hundeurin kontaminierte Baggerseen im Sommer oder von Tier zu Tier.
Hunde, und vor allem Ratten und Mäuse, die den Erreger mit dem Harn ausscheiden, gelten als Ansteckungsquellen. Auch verschmutzte Teiche, Tümpel, Sümpfe und Pfützen beherbergen das Bakterium.
Die Infektionskrankheit kann Tiere und Menschen betreffen. Der Mensch infiziert sich meist beim Wassersport und erkrankt akut und hochfieberhaft. Die Erkrankung verläuft fieberhaft, akut bis chronisch mit Anämie, Ikterus und Blutharnen. Hunde jeder Altersgruppe sind für die Krankheit empfänglich. Infizierte Hunde können den Erreger über lange Zeit mit dem Urin ausscheiden.
Die Krankheit beginnt oft mit abnormer Müdigkeit, plötzlicher Schwäche und schwankendem Gang. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kommt es dann zu Fieber, Nahrungsverweigerung, teilweise unstillbarem Erbrechen, Durchfall (evtl. blutig), vermehrtem Durst und häufigem Harnabsatz. Seltener sind ZNS-Störungen, Kreislaufprobleme, Atemnot und Sehstörungen. Die Schädigung von Leber und Niere führt ohne Behandlung zum Versagen dieser Organe und somit zum Tod. Da die Leptospirose eine bakterielle Erkrankung ist, kann sie zwar mit einem Antibiotikum behandelt werden, der Erfolg ist aber abhängig von Schweregrad und Verlauf der Nieren- und Leberschädigung.
Der beste Schutz gegen die Leptospirose ist die konsequente Impfung. |
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